Dienstag, 23. November 2010

Da war doch was...


So, lange genug rumgelaufen um den heissen Brei ;-)
Ja, der Spagat im Alltag...Eine nicht berufstätige Hausfrau - würde man meinen -
ist absolut beneidenswert, was freie Zeit und andere Freiräume angeht. Und dann noch im sogenannten Ruhestand, wenn auch erst seit kurzem.
Ohne jetzt irgendwelche jüngeren LeserInnen abschrecken zu wollen, schaue ich nun doch der Tatsache ins Auge, dass ich jetzt, ob gern oder ungern, auch zu dieser eigenartigen und wenig populären Spezies der RentnerInnen dazugehöre, egal, ob ich mich nun entsprechend fühle oder nicht...
Geneigte LeserInnen merken, dass es da wohl gewisse Widerstände gibt. Das hat aber einen ganz bestimmten Grund, den ich hier gerne verrate: Meinem Partner, welcher ein paar Jährchen mehr auf dem Buckel hat, bereitete es ein wahrlich diebisches Vergnügen, mich schon seit einiger Zeit bei so mancher Gelegenheit als Obiges zu deklarieren, obwohl unser jeweiliges Gegenüber mehr oder weniger abschätzende bis zweifelnde Blicke über meine äussere Erscheinung gleiten liess.
Und was hat all das nun mit Spagat zu tun? Na ja auch Altersunterschied kann sich manchmal so anfühlen, nicht wahr? Aber natürlich meine ich mit meinem Untertitel ganz andere Dinge, wie zum Beispiel die zu erledigenden Alltagspflichten, welche bei mir nur dann Priorität haben, wenn sie 'nun aber wirklich' angesagt sind...Ein künstlerischer Mensch, der ich nun einmal bin (was sich in diesem Alter einfach nicht mehr leugnen und auch nicht (mehr) unterdrücken lässt), löst sich nur sehr ungern von produktiven Prozessen und wird auch gelegentlich recht unwirsch, wenn nicht gar bockig - lach!, falls dahingehend allzuviel Druck ausgeübt werden sollte...Dennoch gibt es da natürlich auch eine innere Stimme in mir, welche stetig nach Ausgleich ruft und mich ermahnt, doch bitte mehr Gleichgewicht zwischen Alltag und künstlerischem Streben walten zu lassen.
Aber, so wie der Untertitel es erahnen lässt, gelingt dies eben nur teilweise, oder auch schubweise, wie ich vielleicht besser sagen sollte. Weil es sich nämlich so verhält, dass sich der Schaffensdrang manchmal übermässig meiner bemächtigt und dann kommt es eben öfters mal zu oben genanntem Spagat.
Könnte mir jedoch durchaus vorstellen, dass ich gar nicht alleine bin mit solchen Nöten?
Und würde mich freuen, wenn sich hier welche melden, denen diese Problematik auch bekannt ist :-)

Kommentare:

  1. Frei nach dem Motto "das bisschen Haushalt, macht sich von allein, sagt mein Mann"...
    Tja, zwar noch eine Weile nicht im 3. Lebensabschnitt doch die Krux, oder eben der Spagat. So denn, wenns jemand stört, erkläre gerne wo sich der Sauger versteckt hält.

    Geniesse die Muse!

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  2. Nein, da bist du durchaus nicht alleine!
    Wer kreativ ist, vergisst die Umwelt und den Haushalt sowieso :-)
    Den Spagat habe ich nie wirklich geschafft, aber es gibt eine Priorität und das sind meine Fellnasen. Sie schaffen es, mich aus allem rauszuholen, denn sie wollen wohl genährt und wohl gepflegt sein und das ist ihr Recht!
    Liebevolle Grüsse
    Ursula

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