Montag, 15. November 2010

'B' gesagt :-)

 ...und das war gut! In Anbetracht dessen, dass dies meine zweite Etappe war, kann ich mit dem Resultat durchaus zufrieden sein, wenn auch nicht so sehr in finanzieller Hinsicht. Ich habe mir ohnehin vorgenommen, das Ganze mit Geduld anzugehen, obwohl die Investitionen für ein solches Projekt ein stattliches 'Sümmchen' betragen, welches dann womöglich in der Altersvorsorge fehlt. Darauf soll jetzt aber das Augenmerk nicht gelenkt werden. Stattdessen möchte ich hier viel lieber beschreiben, wie es sich ganz anders anfühlt, hinter dem Marktstand zu stehen, als daran vorbeizuschlendern.
Üblicherweise gehöre ich selber zu denen, welche sich mal hier, mal da eine Kleinigkeit 'rauspicken' und ansonsten eher Prospekte oder Visitenkarten sammeln.
"Was bringt die Leute dazu, stehen zu bleiben und sich die angebotene Ware näher anzuschauen?", hatte ich mir insgeheim als Frage vorgenommen und habe festgestellt, dass dort, wo etwas 'läuft', etwas angefertigt wird, oder ein lebhaftes Gespräch stattfindet, sich zumeist die grössten 'Trauben' bilden.
Auch werden Gegenstände des alltäglichen Gebrauchs anscheinend mit grösserem Interesse bedacht als die 'Dinge' welche anderen Zwecken dienen (vielleicht ist das aber mehr in ländlichen Gegenden der Fall?)
Mein Standort war an eine gleichzeitig stattfindende Buch-Ausstellung angegliedert und ich konnte davon ausgehen, dass die Interessen über das Alltägliche hinaus gehen. Wie es aber unserer schnellebigen Zeit entspricht, hörte ich hie und da die Bemerkung: ach, da müsste ich mich genauer damit befassen, oder: ach, das kenne ich noch nicht, oder ich bemerkte eine gewisse Ungeduld, mit der vermuteten Frage: was wird denn hier gewollt, was soll mir das sagen?
Wird dies nicht auf Anhieb erkannt, muss schnell das Nächste kommen...Da braucht es gutes Fingerspitzengefühl, Menschenkenntnis und auch viel Geistesgegenwart, die richtigen Worte zu finden, um dennoch Gespräche oder Austausch zustande zu bringen: eine gute Schule.
Mit Blicken nach links und nach rechts, wo diesbezüblich erfahrene Frauen am Werk waren, machte ich die Entdeckung, dass ich noch einiges dazulernen kann.

Kommentare:

  1. Das glaube ich dir, dass das nicht ganz einfach war. Selbst mir, die ich über 30 Jahre im beratenden Handel tätig war fällt es inzwischen schwer!
    Aber gib nicht auf, mit der Zeit kann man sich so einige Tricks(z.B. ein paar Sätze der Erläuterung einüben die die flüchtigen Stehenbleiber aufmerksam werden lassen) aneignen und den Rest musst du einfach aus dem Bauch machen.
    Hut ab, dass ist mutig sich zum ersten Mal dem zu stellen.
    Vielleicht kommen ja noch ein paar Anfragen?!
    Liebe Grüße
    Angelika

    AntwortenLöschen
  2. Liebe Angelika,
    Danke für Deinen Zuspruch - und den Rat werd'ich mir hinter die Ohren schreiben. Es gibt manche Fragen, die wiederholt gestellt werden und da ist es praktisch, wenn die Antwort bereits verfügbar ist ;-)
    Meistens verhält es sich aber schon so, dass Herz und Bauch in Aktion treten müssen...Weil es sich aber ohnehin um eine 'Produktion' aus eigener Seele handelt,stehen die Chancen gut, dass von dorten auch genau die Unterstützung kommt, die es gerade braucht.
    Mit all den Komponenten werde ich das nächste Mal noch vertrauensvoller ausgerüstet sein :-)

    AntwortenLöschen
  3. Das bewundere ich! Du stellst dich hin und versuchst etwas zu verkaufen für's Herz und die Seele.
    Warte in Geduld ab, bis das Bedürfnis in deinen zukünftigen Kunden zu wachsen beginnt! Du bist der Zeit einen Schritt voraus ;-)
    Liebevolle Grüsse
    Ursula

    AntwortenLöschen