Mittwoch, 15. Juni 2011

nächste Frage bitte!


 Unbeantwortete Fragen werfen neue Fragen auf oder verleiten zu Schlussfolgerungen, welche in den meisten Fällen unzutreffend sein werden. Zum Beispiel: keine(r) liebt mich ;-) keine(r) hört mich, niemand nimmt mich wahr...
Oder auch: Stimmt was mit der Frage nicht? War sie zu banal, zu belanglos oder gar zu schwierig?
Hat es sich um eine eher unwichtige Frage gehandelt, kann mit einem Achselzucken zur nächsten übergegangen werden, sofern vorhanden ;-)  
Eine weitere Möglichkeit wäre, das Fragen an sich einfach bleiben zu lassen 
(ich denke noch darüber nach...)
Spass beiseite: bewegt sich die Leserschaft in überschaubarem Rahmen, kann es schon gelegentlich vorkommen, dass der eine oder andere Beitrag gar nicht gelesen wird, oder die Besuche ohnehin nur sporadisch stattfinden. (Zwischenbemerkung: auch Kommentare länger zurückliegender Beiträge werden noch freudig begrüsst ;-)
Und mit meiner persönlichen Art des Blog-Schreibens ist ohnehin das Abdecken einer breiten Leserschaft wohl eher unwahrscheinlich. Dem neuesten Trend scheint sie jedenfalls nicht zu entsprechen, allein schon vom optischen Eindruck her, der von mir bewusst gewählt wurde, wie bei jedem Schritt, den ich über meine HP hinaus in die Weiten des Webs gewagt habe. Authentizität geht vor ultimativem Design, war meine Devise, was natürlich gewisse Einschränkungen beinhaltet. - Damit kann ich aber recht gut leben, umsomehr, als ich kürzlich bei Thinkabout, einem (nicht nur von mir) geschätzten Blogger folgendes gelesen habe:
>So viele scheinbar unbedeutende Seiten da draussen im www, die Sie erst mal gestreift und dann gleich wieder vergessen haben, sind in Wirklichkeit wichtig: Für ein paar Menschen, für Vorgänge, Lernprozesse, kreative Gefässe, für einen bewussten Moment in einem bestimmten Leben, für den Versuch, sich selbst Raum zu geben. Oder für eine Begegnung, eine Bekannstschaft, eine Freundschaft, die es sonst nie gegeben hätte. <
All das und vielleicht noch mehr, signalisiert Legitimation und Motivation zum weitermachen und auch weiterfragen. Fragen darf, wer die Antwort - auch die ausbleibende - nicht scheut :-)
* * *

Kommentare:

  1. Liebe Myrna,
    ich konnte nicht eher antworten, da ich einige Tage keinen PC hatte.
    Deswegen habe ich es jetzt aber ganz schnell nachgeholt, bevor ich gleich nochmal runtergehe um einen Blick auf die Mondfinsternis zu erhaschen!
    Liebe Grüße :-)
    Angelika

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  2. Danke, liebe Angelika - es war natürlich nicht persönlich gemeint, was ich da geschrieben habe, eher allgemein und auch für andere BloggerInnen, welche ähnliches erleben.
    Aber jedenfalls haben mich Deine Antworten gefreut :-)

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  3. Ach, liebe Mylo, so ist das mit den ganz speziellen Nischenblogs: wenige Leser, dafür aber oft treue Seelen. Es nehmen diejenigen aus der Ferne Anteil, die sich wirklich interessieren - das kann frau doch nicht mit Klicks oder Kommentaren messen! Ich finde sogar das Schreiben noch wichtiger als das gelesen Werden (Das Werden? Also das Gelesenwerden? Die neue Rechtschreibung gruselt mich immer noch). Liebe Grüße aus Hamburg!

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  4. Schön, von Dir zu lesen, liebe Gudrun!
    Du hast ja soo recht, wenn Du sagst:
    >Ich finde sogar das Schreiben noch wichtiger als das gelesen Werden<
    Das ist eine tolle Erkenntnis. Wenn ich bedenke, wie vieles mir schon über, oder vielmehr durch das Schreiben bewusst(er) geworden ist, bereue ich keine Minute, die ich dafür verwendet habe - und deren gibt es viele! ;-)
    Der neuen Rechtschreibung räume ich dabei allerdings herzlich wenig Platz ein: soviel Freiheit muss schon sein - und darf es auch, bei 60 plus :-)
    Sei lieb zurückgegrüsst!

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