Donnerstag, 8. November 2012

abgeräumt

In meinem letzten Post hatte ich den Versuch gemacht, nun einfach oberhalb vom Bild mit schreiben fortzufahren - und es sieht ganz danach auch, als wäre dies (zumindest teilweise) die Lösung des Problems!? Probieren geht über studieren - und schon hüpfe ich mitten hinein in das ursprünglich geplante Thema:
Abgeräumt hat Mutter Natur bei uns in diesem Herbst schneller als du gucken kannst. Der Temperatursturz vor kurzer Zeit hat die ansonsten immer zögerliche Pflanzen-Einwinterungsaktion in Null koma Nix vorangetrieben, was bedeutet, dass unser Garten sich jetzt ziemlich entblösst präsentiert.

Weil ich Analogien und Assoziationen liebe, sehe ich darin eine Metapher dafür, wie auch der Mensch in fortgeschrittenem Alter vieles von sich abfallen lässt, bis (im Idealfall) am Ende sein eigentlicher Wert, seine Ursubstanz klar zutage tritt. Zu wünschen wäre allerdings, dass das Leben ihm nicht gar zu übel mitgespielt hat und ihn dadurch verunstaltet- und damit seine eigentliche Substanz beschädigt hat...

tabula rasa - sollte mein eingefügtes Bild heissen, will aber nicht...das Bild, meine ich.Was ist bloss los mit all dieser Blog-Software?? Komme gerade von meinem Spiegelbilderblog, wo ein ähnliches Problem grassiert. - Zuerst dachte ich, dass bei mir wiedermal zuviele Fensterlein geöffnet sind und hab schön brav alles zugemacht. Pustekuchen, hilft auch nicht.
Derzeit scheint mir das Glück in Sachen PC-Welt ohnehin nicht gerade hold zu sein.
Ein Zeichen, wiedermal etwas Abstand zu nehmen? Sei's drum...kann mich problemlos anderweitig beschäftigen ;-) Bloss schade für welche, die gerne gelegentlich bei mir vorbeischauen, aber vielleicht gilt ja auch hier die kleine Trost-Weisheit: kommt Zeit, kommt Rat?!

Wie man sehen kann hat es nu - einen Tag später! - doch noch geklappt :-)
Was ich aber noch dazu schreiben wollte, folgt nun eben auch etwas später... 

Und der Abstand vom oberen Rand ist leider noch immer nicht hinzukriegen :-(

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Montag, 24. September 2012

reifen lassen

-warum der Zwischenraum vom Bild zum Titel  sich hier  nicht verkleinern lässt, entzieht sich leider meiner Kenntnis...

Zufall....oder Lektion??? 
Beim Versuch, wie üblich eines meiner Bilder einzufügen, das mich während des schreibens inspirieren sollte :-) wurde meine Geduld auf die Probe gestellt, es wollte und wollte einfach nicht erscheinen!

Heute, bei unserer schrittweise voranschreitenden Apfelernte - diesmal waren die prächtigen roten mit ihrem unwiderstehlichen Duft an der Reihe - ging mir durch den Kopf, wie jämmerlich es doch ist, unreife Früchte pflücken zu wollen. Die reifen fallen einem - buchstäblich - zu und die unreifen wollen sich partout nicht von ihrem festen Halt trennen.
Wie so vieles im Leben, brauchen auch die Früchte ihre Zeit und die richtigen Umstände, damit sie ihre volle Pracht entfalten können. Wie oft kommt es vor, dass Ungeduld alles vermasselt und dadurch ein Genuss verloren geht, der uns mit ein wenig 'warten können' einfach in den Schoss gefallen wäre?
Und wenn ich mich so umschau in dieser derzeit  so ver-rückten Welt, so will mir scheinen, dass auch die Menschheit noch ein Weilchen brauchen wird, bis sie den idealen Reifegrad erreicht...

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Samstag, 25. August 2012

Wo die Liebe hinfällt...


 ...da bleibt so manches hinterlassen...

Seine gesamte Pracht hat er innerhalb der letzten Wochen verloren, unser stolzer Pfauenmann, und ich war beinah täglich am einsammeln....werde nicht müde, das schillernde Farbenspiel zu geniessen, und die schönen Federn an verschiedenen Orten auch weiterhin erstrahlen zu lassen.  Auch andere Augen kann ich damit zum strahlen bringen, wenn ich sie weiterreiche, was ich auch gerne tue, weil nur von diesem einen Vogel eine beträchtliche Menge an verschiedenen Feder-Exemplaren anfällt.

Was für eine erstaunliche Einrichtung der Natur, dass Vögel ihre Schmuck- und Schutzattribute abwerfen und immer wieder neu erzeugen können: bei dieser Fülle kommt das einer Verschwendung gleich, macht aber zusätzlich Sinn in unserem Fall, weil das Winterquartier etwas enger bemessen ist als der Sommerauslauf.

Was mich beim Anblick dieser 'Hinterlassenschaft' besonders nachdenklich stimmt, ist der Gedanke an menschliche Abwurfprodukte, welche nicht nur tagein tagaus nicht zu übersehen sind, ganz zu schweigen von dem was jeder einzelne Mensch nach seinem Tod hinterlässt. Dieses Thema tritt spätestens dann an uns Erdgeborene heran, wenn ein Todesfall in der Familie uns jäh aus dem Alltag reisst. Die Trauer darf und soll ihren Platz bekommen, aber trotzdem ist das grosse Aufräumen unvermeidlich und die Verbindung zum eigenen Ordnungs-Status schnell hergestellt. 
Wie schön wäre doch die Vorstellung, dass nach meinem Ableben niemand meinetwegen die Hände überm Kopf zusammenschlagen muss, weil es beinah ein Ding der Unmöglichkeit wäre, allem beizukommen, was getan werden muss. - Ein paar schöne Kleider und andere erfreuliche Dinge, welche gerne in Empfang genommen werden, und das war's, oder vielmehr, das wäre ideal.
Ob ich es (noch) schaffe, dieses Ziel in meinem jetzigen Leben zu erreichen?

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