Freitag, 11. März 2011

Haiku



Erste Vogellieder.
Als wäre nichts geschehn
spriesst die Knospe.

Meine Verneigung und mein Mitgefühl
für die Betroffenen und die Leidenden
an diesem schockierenden Morgen.

Haiku - eine Form der Poesie, welche mich
tief im Herzen anspricht...

* * *

Dienstag, 8. März 2011

Die Farbe Rot...

ist in Japan allgegenwärtig und wird dort ganz klar als Ausdruck 
der Lebensfreude und des Glücks zelebriert.


Dieser Einblick in einen Japangarten stammt  allerdings nicht von dort, und gibt dennoch ein wenig davon wieder, erinnert an die zahlreichen Farbtupfer, welche besonders im Herbst anzutreffen sind, in freier Natur genauso wie in der 
Umgebung von Tempeln. 
Auf Schritt und Tritt begegneten wir der Farbenfreude und dem Schönheitssinn der Menschen, welche beide so tief in dieser Kultur verankert sind, dass man schon blind sein muss um unberührt davon zu bleiben. Auch die Romantik und Liebe zum Traditionellen scheint immer wieder durch, sei es zur Kirschblüte und anderen Freudenfesten oder auch in Bezug auf handwerkliche Fähigkeiten, wie das Töpferhandwerk, und andere wohlbekannte erlesene Künste. 
Was mich aber besonders faszinierte, waren auch da die Kontraste zwischen Urigem und Verfeinertem, zwischen Schrillem und ganz Zartem: Himmelslicht und Erdgewicht auch im Land der aufgehenden Sonne, welches in der Gegenwart wohl eher das Empfinden von Sonnenuntergang erlebt, was mir unendlich leid tut. Leider bleiben auch die fleissigen Japaner von den allgemeinen Umwälzungen unserer Epoche nicht verschont und müssen sich wie wir mit ihrer Schattenseite konfrontieren.
Ich wünsche ihnen genauso wie uns allen, dass wir geläutert und
gestärkt aus all den Turbulenzen hervorgehen! 
Nächste Folge: persönliche Erlebnisse im Land des Lächelns...

* * *

Mittwoch, 2. März 2011

Kultur japanisch


...kann sehr ansteckend wirken ;-) wie ich feststellen durfte, nachdem wir in den Genuss gekommen waren, zusammen mit unseren japanischen Freunden auf diesbezügliche Erkundungstouren zu gehen. 
Es begann damit, dass wir, nach langem Flug auf nächtlicher Autofahrt zu unserem ersten Übernachtungsziel angehalten wurden, weil der Vater unserer Reisebegleiterin uns das Willkommensgeschenk überreichen wollte (und das, wie gesagt, mitten in der Nacht!)
Dieses Geschenk war wunderschön verpackt und zu unserem nicht geringen Entzücken befand sich eine kostbare Teeschale, nach alter Schule gefertigt, in dem Holzbehältnis, welches wir auf unserer Reise gehütet haben, so gut wir nur konnten. 

 (Die abgebildeten Schalen sind von mir gefertigt, den ursprünglichen Formen nachempfunden, 
welche uns später unterwegs auch noch begegnet sind.)

Obwohl ich -im Gegensatz zu meinem Partner- zum umfallen müde war, konnte ich mich der Pracht unseres Willkommen-Nachtmahls nicht entziehen und war von der Vielfalt an grossen und kleinen Leckerbissen, in zahllosen hübschen Schalen und Schälchen präsentiert, sehr angetan. 

Unsere Reise führte zu alten, traditionellen Orten und ebenso in das urbane, moderne Japan, zeigte uns viele Facetten dieser bewundernswerten Kultur und gewährte sogar, was alles andere als selbstverständlich ist (Japankenner bestätigen dies) mancherlei Einblicke in das Familienleben und die Traditionen dieses faszinierenden Volkes mit seinen liebenswürdigen Menschen.
Davon mehr in meinem nächsten posting, versprochen!

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